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SparteKonzert
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Spielstätte
Ein Paukenwirbel, wo Stille erwartet wird. Als Joseph Haydn 1795 in London seine SINFONIE Nr. 103 präsentiert, richtet sich der Klang an ein neues Publikum: nicht mehr primär an einen Hof, sondern an eine selbstbewusste Öffentlichkeit. Aus der dunklen Einleitung entwickelt sich eine Architektur, die am Ende auf ihren Anfang zurückgreift. Die vermeintliche Irritation erweist sich als ordnendes Prinzip. In London verschiebt Haydn die Idee des Konzerts vom höfischen Ritual in den öffentlichen Raum. Was als Provokation beginnt, setzt eine neue Ordnung.
Alexander Arutjunjan schreibt 1950 in Eriwan sein TROMPETENKONZERT. Die Solostimme spannt weit ausholende, kantable Linien über einen warm grundierten Orchesterklang. Rhythmische Markierungen schärfen das Profil. Armenische Melodik bleibt präsent, ohne folkloristisch zu wirken; sie tritt in eine konzertante Sprache ein, die Virtuosität mit erzählerischer Kraft verbindet. Andrés Nebot gestaltet diese Partie als sprechende Stimme zwischen Glanz und innerer Spannung – Herkunft in Gegenwart übersetzt.
1942 komponiert Aram Chatschaturjan die Musik zum Ballett GAYANEH unter den Bedingungen des Krieges. Der Säbeltanz im ungeraden 7/8-Takt destabilisiert den Puls. Die Rhythmen treiben, schneiden, verschieben Gewichte. Energie entsteht aus Reibung. Stefan Veselka dirigiert einen Abend, an dem Veränderung im Detail ansetzt: Ein Schlag ordnet neu, eine Trompete behauptet Herkunft, ein Tanz verschiebt den Boden unter den Füßen. Wandel beginnt selten laut – gerade dort, wo Übergänge und Neuordnungen zum Alltag gehören.
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Hörschleife vorhanden
Sie können induktiv über die Telefonspule Ihrer Hörgeräte hören. -
Für Rollstühle geeignet
Wir bitten dennoch um Anmeldung per E-Mail oder unter 0355 7824 242.
Besetzung
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MUSIKALISCHE LEITUNGStefan Veselka
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TROMPETEAndrés Nebot
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ES SPIELT