Sean Keller, geboren 1992 im Allgäu, bewegt sich als Autor und Medienkünstler zwischen Theater und Gaming, Oper und Internet, Kunst und Vermittlung.
Sein erstes Bühnenstück „Sommer“ wurde 2018 mit dem Hans-Gratzer-Stipendium ausgezeichnet und im darauffolgenden Jahr am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, sein Text „Und“ 2020 in die deutschsprachige Eurodram-Auswahl aufgenommen und ins Französische übersetzt. Parallel dazu entwickelte er u.a. das Online-Multiplayer-Game „Hyphe“, arbeitete als Übersetzer und Redakteur für serielle Doku-Formate und schrieb individuelle Trauerreden für die Besucher*innen von Kaufmann/Witts Theaterserie „Sterben“ (2021 von Theater heute nominiert als „Beste Inszenierung“). Im Anschluss erarbeitete er gemeinsam mit Fabiola Kuonen „Schluchten“, ein mehrsprachiges Crossover aus Tanz, Performance und Oper, konzipierte und schrieb – erneut in Zusammenarbeit mit Kaufmann/Witt – das immersive Langzeitprojekt „Rigby“ für das Theater Oberhausen und entwickelte Websites für partizipative Kunstprojekte. Auszüge aus seinen Texten wurden in Magazinen und Anthologien sowie in Ausstellungskatalogen und Künstler*innenbüchern veröffentlicht.
Sein Bühnenessay „Arme Arme“ wurde im vergangenen Jahr in der Regie von Henri Hüster und Vasna Aguilar am Lichthof Theater Hamburg uraufgeführt, schaffte es damit auf die Shortlist des Berliner Theatertreffens 2026 und erscheint im Sommer als Einzelband der Reihe „Stimmungsatlas“ im Textem-Verlag.
In der Spielzeit 25.26 ist er Schauspieldramaturg am Staatstheater Cottbus.
Stand: April 202
Wirkt mit in …
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Dramaturgie
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