Ein Vater. Ein Sohn. Dieselbe Tonart. Derselbe Text: MAGNIFICAT. Johann Sebastian Bachs D-Dur-Vertonung entfaltet den Lobgesang Marias in barocker Strahlkraft und klarer architektonischer Ordnung – Chor und Orchester greifen ineinander, Jubel und Disziplin stehen nebeneinander. Carl Philipp Emanuel Bach antwortet mit derselben Tonart, doch beweglicher und empfindsamer im Ausdruck. Zwischen beiden wird hörbar, wie sich musikalisches Denken innerhalb einer Generation verschiebt. John Rutters THE LORD BLESS YOU, Karl Jenkins’ LAUDAMUS TE, Morten Lauridsens UBI CARITAS ET AMOR und Edward Elgars LUX AETERNA erweitern diesen Dialog um weitere Facetten des Lobes.
Das Konzert findet zum 40-jährigen Bestehen des Kammerchors der Singakademie Cottbus statt.
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685–1750)
Magnificat D-Dur BWV 243, 1733
CARL PHILIPP EMANUEL BACH (1714–1788)
Magnificat D-Dur Wq 215 / H 772, 1749
JOHN RUTTER (*1945)
The Lord Bless You and Keep You, 1981
KARL JENKINS (*1944)
Laudamus te, aus Gloria, 2010
MORTEN LAURIDSEN (*1943)
Ubi caritas et amor, 1999
Motette für gemischten Chor a cappella.
EDWARD ELGAR (1857–1934) / JOHN CAMERON (*1944)
Lux Aeterna, 1996, nach „Nimrod“ aus Elgars "Variations on an Original Theme" (Enigma Variations) op. 36, 1898/99